|
In den Felsen östlich der
Passhöhe des Gampenjochs (1518 m) liegt das Artilleriewerk Nr. 1.
Diese Passstraße wurde erst im Jahr 1939 fertiggestellt. Die Festung
sollte mit ihren 75-mm-Kanonen eine westliche Umgehung des Etschtals
verhindern. Die perfekt getarnten Artilleriekasematten sowie einige
MG-Kasematten wurden zwar fertiggestellt, ansonsten blieb das Werk
jedoch unvollendet. Auf dem Gipfel des Höhenzuges findet man noch
einen Krater mit etwa 15 m Durchmesser, in den die
Beobachtungskuppel mitsamt ihrem Treppenhaus eingebaut werden
sollte. Die Baugrube gibt einen guten Eindruck von der Massigkeit
dieses Werks, von dem nach erfolgter Tarnung nur mehr eine kleine
Stahlkuppel sichtbar geblieben wäre. Der Eingang des Werks liegt
gegenüber des Straßenwärterhauses, er ist jedoch heute zugeschüttet.
Die Anlage befindet sich immer noch im Staatsbesitz.
Um das Pustertal |